Assyrtiko

Historie:

Die Assýrtiko-Traube, zweifellos die Königin unter den weißen Rebsorten Griechenlands, ist ursprünglich auf der Insel Santorin beheimatet. Von hier aus hat sie sich über die Ägäischen Inseln und ganz Griechenland ausgebreitet. Sie ist gleichsam die Eintrittskarte in die internationale Weinwelt, haben doch die modernen griechischen Winzer das Potential dieser Traube erkannt.

 

Charakter:

Auf der Insel Santorini wächst die Rebe auf kargem, nährstoffarmem Vulkangestein. Während den Sommermonaten und kurz vor der Lese brennt die Sonne unbarmherzig auf die Rebstöcke nieder. Dennoch neigen die Pflanzen zu keinerlei Trockenstress, die Säurewerte sind erstaunlich hoch. Meist werden die Weine sortenrein gekeltert. Sie zeigen eine starke Persönlichkeit, weshalb der Ausbau im Holzfass selten vorkommt. Die Weine besitzen ein gutes Lagerungspotential und können gut und gerne bis zu 10 Jahre in der Flasche reifen.

In der Nase zeigt sich der Wein sehr diskret und zurückhaltend. Das Aroma des hellen, strohgelben Assýrtiko-Weines erinnert an zerbröselte Muschelschalen, eine Mineralität, die zum Markenzeichen geworden ist. Daneben zeigen sich sehr fruchtige Noten, reife Zitronen und grüne, unreife Pflaumen. Ähnlich wie beim deutschen Riesling spiegeln sich bei älteren Jahrgängen die Reife und die Mineralität des Weines in den Petrolnoten wider.

Der hohe Säureanteil macht den Assýrtiko zum idealen Begleiter von Fischgerichten oder Meeresfrüchten.